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DN 1400 Absperrklappen für Schleusentore

27-08-2015

Seit dem Jahr 2000 arbeitet die Firma ‘Waterwegen en Zeekanaal NV’ (W&Z) an der Erneuerung der mechanischen Teile der Schleuse in Zemst, Belgien. Diese Schleuse verbindet den Seekanal Brüssel-Schelde mit dem Schelde-Fluss und damit auch mit dem Hafen von Antwerpen. Der Kanal ist ein wichtiger Transportweg für Güter und Waren nach Brüssel.

 

Das Grundprinzip dieser Schleuse besteht darin, zu warten, bis mehrere Schiffe sich in der Schleusenkammer, die die oberen und unteren Kanäle verbindet, befinden, um dann die Eingangstore zu schließen und das Wasserniveau anzupassen. Dieses Prinzip kann eine lange Wartezeit für die Schiffe bedeuten.
Durch den Einbau von Zwischentoren können jedoch auch kleinere Schleusenvorgänge ausgeführt werden. Das Wasserniveau an den oberen und unteren Toren wird mithilfe von Bypass-Kanälen an beiden Seiten geregelt, in deren Mitte sich jeweils eine Absperrarmatur befindet. Die Zwischentore verfügen über in die Tore integrierte Absperrklappen. In den alten Zwischentoren befanden sich Absperrklappen in begrenzter Nennweite, die aufgrund der relativ kleinen Nennweiten zu viel Zeit für das Anpassen des Wasserniveaus in Anspruch nahmen. Aus diesem Grund kamen die Zwischentore gar nicht zum Einsatz.
Vor diesem Hintergrund initiierte die W&Z eine neue Konstruktion der Zwischentore, die die Füllzeit um die Hälfte reduzieren sollte bei einer gleichzeitig ruhigen und kontrollierten Anpassung des Wasserniveaus. Die Firma Aelterman bekam schließlich den Zuschlag zum Bau und Montage der neuen Zwischentore.

 


 

Absperrklappen in den neuen Zwischentoren

Für die neue Konstruktion der Zwischentore entschied sich W&Z, vier Absperrklappen DN1400 in jedes Tor einzubauen. Bei den ausgewählten Absperrklappen handelt es sich um den Doppelflansch-Typ zur Montage als Endarmatur (nur einseitig am Flansch montiert). Die Wahl fiel zudem auf zentrische Absperrklappen, um Widerstand und Turbulenzen des Wassers zu minimieren. Da es sich bei dem Medium um Kanalwasser handelt, kann es Sand und andere Verunreinigungen enthalten. Die Absperrklappen werden ca. zehnmal am Tag öffnen und schließen. Aufgrund dieser beiden Anforderungen, die harten Einsatzbedingen zusammen mit dem Medium, kam der Werkstoffauswahl der Absperrklappen eine zentrale Bedeutung zu, um eine sowohl technisch als auch wirtschaftlich optimale Lösung bieten zu können.

AVK Belgien hat dafür gemeinsam mit Wouter Witzel untenstehende Spezifikationen ausgearbeitet.

 

 


Spezifikationen der gelieferten Absperrklappen:

    • EVFS Grundreihe 13 (ISO 5752)
    • Nennweite DN 1400
    • Flanschbohrung PN 10 auf einer Seite
    • Scheibe PN6
    • Betriebsdruck 2,5 bar (Max. Drehmoment 9000 Nm)
    • Freies Wellenende
     


Werkstoffspezifikationen:

    • Gehäuse: Duktilguss, EN-GJS400 (GGG40)
    • Scheibe: Duktilguss, EN-GJS-400 (GGG40), RILSAN beschichtet.
    • Welle/Stift: Duplex Edelstahl, 1.4462
    • Auskleidung: aufvulkanisierter NBR (wegen hoher Abnutzung)
    • Lagerbuchse: PTFE beschichteter Stahl
    • Außenbeschichtung: 2 Lagen 150 µm Tikkurila-Temabond, insgesamt 300 µm Epoxy. Farbe: Schwarz